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Aloha-Protokoll

Das Aloha-Protokoll bietet die Möglichkeit, dass mehrere Benutzer gleichzeitig auf ein einzelnes Übertragungsmedium wie beispielsweise das Ethernet zugreifen können. Man unterscheidet drei verschiedene Aloha-Typen.

Slotted Aloha

Slotted Aloha teilt die Zeit, in der die Benutzer auf das Medium zugreifen können in kleine Teile: die Slots. Jeder Benutzer kann jederzeit in einen dieser Slots schreiben, allerdings müssen dafür alle Benutzer synchronisiert sein. Ist ein Benutzer der einzige, der diesen Slot benutzt, so kommt das Paket korrekt am Ziel an. Wenn mehrere gleichzeitig einen Slot benutzen, kommt es zur Kollision, und die Daten können nicht mehr benutzt werden. Alle Benutzer, die versuchten zu senden, werden einige Zeit später (zufällig nach der Sendewahrscheinlichkeit) dasselbe Paket nochmals in einem anderen Slot versenden. Dies machen sie solange, bis dass sie das Paket erfolgreich senden konnten.

Entsprechend Auslastungsberechnungen (siehe Netzwerk-Berechnungen) besteht bei Slotted Aloha für jeden Benutzer eine Wahrscheinlichkeit von mindestens P=1/e, dass sie das Paket erfolgreich senden können. Damit das System stabil bleibt, muss λ < 1/e sein. Die Anzahl Pakete im System ist N = ρ / (1- ρ), die mittlere Zeit im System ist T = N/λ .

Adaptives Aloha

Adaptives Aloha bietet die Möglichkeit, die Sendewahrscheinlichkeit in Abhängigkeit der Anzahl Benutzer zu setzen. Wenn wenige Benutzer senden, so kann die Wahrscheinlichkeit erhöht, ansonsten verringert werden.

Reines Aloha

Reines Aloha (Plain Aloha) benutzt keine Synchronisation, die Pakete werden irgendwann gesendet. Dadurch sinkt die Sendewahrscheinlichkeit auf mindestens P=1/2e. Aber eben: es ist keine Synchronisation nötig. Die Synchronisation von vernetzten Systemen gilt als beinahe unlösbares Problem.


Eine verbesserte Kommunikationsmöglichkeit auf Ethernet-ähnlichen Kanälen bietet CSMA