Mandalex

OSPF ist die Abkürzung für "Open Shortest Path First". Dieses Protokoll benutzt den Dijkstra-Algorithmus (Link-state-Routing), um den schnellsten Pfad für ein Paket zu finden.

Die Vorteile gegenüber RIP sind die folgenden:

  • OSPF benutzt TCP-Verbindungen, daher sind alle Advertisments (Meldungen) gesichert, es treten keine Fehler auf.
  • Es können meherer Verbindungen gespeichert werden, die die gleichen Kosten haben.
  • Für verschiedenartige Verbindungen (Satellit, Wireless, Glasfaser,...) können unterschiedliche Kosten gespeichert werden.
  • Uni- und Multicast-OSPF können auf der gleichen Ebene koexistieren.
  • OSPF kann hierachisch aufgebaut werden. Dies bewirkt eine Unterteilung in einen Backbone und mehrere Areas.

Eine Area besteht aus mehreren Routern, die alle Verbindungen zu jedem anderen Router innerhalb der Area kennen. In jeder Area hat es einen Router, der border-(Rahmen-)Router, der eine Verbindung zum Backbone darstellt. Diese speziellen Router bilden zudem den Kern der Area, von wo der Dijkstra-Algorithmus organisiert wird.

In den Areas selbst wird der Dijkstra-Algorithmus auf alle Knoten angewendet. Somit kennt jeder Router innerhalb einer Area die kürzesten Pfade zu jedem anderen Router. Um jedoch in eine andere Area zu gelangen, muss über den Backbone geroutet werden, wodurch ein Router nur die Richtung, jedoch nicht die Oberfläche des gesamten Netzwerkes kennen muss.

Die Router im Backbone sind untereinander genau gleich organisiert, nur sind die Routing-Tabellen auf den Backbone beschränkt. Ein oder mehrere Knoten (boundary-Router) im Backbone bilden zudem die Verbindung zu anderen autonomen Systemen.